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CBAM-Kostenrechner & Überblick

CBAM-Kosten berechnen: Was Importeure 2026 zahlen

Ab 2026 werden CBAM-Zertifikate Pflicht. Die Kosten hängen von Importmenge, eingebetteten Emissionen und dem aktuellen EU-ETS-Preis ab. Wir erklären die Formel und rechnen Ihnen typische Szenarien vor.

Entscheidend: Wer mit EU-Standardwerten rechnet, zahlt systematisch zu viel. Individuelle Lieferantendaten können die Kosten um 10–40 % senken.

So berechnen sich CBAM-Kosten

Die Berechnungsformel ist klar — die Komplexität liegt in der korrekten Ermittlung der eingebetteten Emissionen.

Faktor 1

Importmenge

in Tonnen

×

Faktor 2

Emissionsfaktor

t CO₂ pro t Ware

×

Faktor 3

EU-ETS-Preis

€ pro t CO₂

=

Ergebnis

CBAM-Kosten

in Euro

Abzüglich: CO₂-Preise, die der Hersteller bereits im Exportland gezahlt hat (z.B. lokaler CO₂-Preis, ETS-Kosten). Dieser Abzug reduziert Ihre CBAM-Zahlung direkt — setzt aber einen verifizierten Nachweis voraus.

EU-Standardwerte (Fallback)

Wenn keine individuellen Herstellerdaten vorliegen, verwendet CBAM die EU-Standardwerte. Diese orientieren sich an den schmutzigsten 10 % der Weltproduktion — und liegen deshalb fast immer über den tatsächlichen Emissionen Ihrer Lieferanten.

Individuelle Emissionsdaten

Mit verifizierten Herstellerdaten können Sie die tatsächlichen, oft deutlich niedrigeren Emissionen Ihrer Produkte nachweisen. Das erfordert strukturierte Anfragen an Ihre Lieferanten — CBAM Software automatisiert genau das.

Beispielrechnungen für die wichtigsten Warengruppen

Alle Berechnungen bei einem EU-ETS-Preis von 70 €/t CO₂ und 100 Tonnen Importmenge — mit EU-Standardwerten.

🏗️

Stahl

Emissionsfaktor2,0 t CO₂/t
ETS-Preis70 €/t CO₂
CBAM pro Tonne140 €
Bei 100 Tonnen Import14.000 €

Einsparpotenzial: Bis 28 €/t mit individuellen Daten

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Aluminium

Emissionsfaktor12,0 t CO₂/t
ETS-Preis70 €/t CO₂
CBAM pro Tonne840 €
Bei 100 Tonnen Import84.000 €

Einsparpotenzial: Bis 420 €/t mit Wasserkraft-Daten

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🧱

Zement

Emissionsfaktor0,7 t CO₂/t
ETS-Preis70 €/t CO₂
CBAM pro Tonne49 €
Bei 100 Tonnen Import4.900 €

Einsparpotenzial: Bis 12 €/t mit Hochofenzement-Daten

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Wichtiger Hinweis: Die Beispielwerte basieren auf EU-Standardemissionsfaktoren und einem ETS-Preis von 70 €/t CO₂. Der tatsächliche ETS-Preis schwankt wöchentlich. CBAM Software zeigt immer den aktuellen Preis und berechnet Ihre realen Kosten.

CBAM-Kosten senken mit individuellen Emissionsdaten

Die größte Kostenfalle bei CBAM: EU-Standardwerte. Diese werden so konservativ angesetzt, dass die meisten Importeure mit echten Herstellerdaten deutlich weniger zahlen würden.

Nachteile der Standardwerte

✕

Basieren auf den 10 % emissionsintensivsten Produktionsmethoden weltweit

✕

Berücksichtigen keine erneuerbaren Energien beim Hersteller

✕

Ignorieren moderne, effiziente Produktionsanlagen

✕

Jährlich von der EU angepasst — oft nach oben

✕

Keine Anrechnung lokaler CO₂-Preise möglich ohne Nachweis

Vorteile individueller Lieferantendaten

Tatsächliche Emissionen des Werks werden angerechnet

Erneuerbare Energiequellen senken indirekte Emissionen stark

Moderne Anlagen haben oft 20–40 % niedrigere Emissionen

Bereits gezahlte CO₂-Preise werden direkt abgezogen

Einsparungen direkt proportional zur Importmenge skalierbar

Wie viel könnten Sie sparen?

CBAM Software berechnet Ihre aktuelle Kostensituation mit Standardwerten und zeigt das Einsparpotenzial durch individuelle Lieferantendaten. Einen Test fragen Sie über den Knopf „Kostenlos testen“ an.

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FAQ

Fragen zu CBAM-Kosten und Zertifikaten

Die Formel ist: Importmenge (t) × eingebettete Emissionen (t CO₂/t Ware) × EU-ETS-Preis (€/t CO₂) = CBAM-Kosten in Euro. Abzüglich können bereits im Herstellungsland gezahlte CO₂-Preise angerechnet werden. CBAM Software berechnet dies automatisch für alle Ihre Importe.
Ab dem 1. Februar 2027 müssen Importeure beim Import CBAM-pflichtiger Waren Zertifikate kaufen. Die Abrechnung erfolgt jährlich: Bis zum 30. September jeden Jahres müssen Zertifikate entsprechend den Vorjahresimporten abgegeben werden (EU-Vereinfachungsverordnung 2025/2083).
Ja. Wenn Ihr Lieferant nachweislich einen CO₂-Preis im Herstellungsland gezahlt hat (z.B. im britischen ETS, schweizer ETS oder einem anderen anerkannten System), wird dieser direkt von der CBAM-Zahlung abgezogen. Das setzt einen verifizierten Nachweis des Herstellers voraus.
Ja, direkt. Der CBAM-Zertifikatspreis wird wöchentlich auf Basis des durchschnittlichen EU-ETS-Auktionspreises der Vorwoche festgesetzt. Bei einem ETS-Preis von 50 €/t zahlen Sie entsprechend weniger als bei 90 €/t. CBAM Software zeigt Ihnen immer den aktuellen Preis und berechnet Ihre Risikoposition.
Es gibt keinen festen Mengenschwellenwert. CBAM gilt grundsätzlich ab dem ersten Kilogramm. Allerdings gelten bestimmte Vereinfachungen für sehr kleine Importeure. Wichtiger ist die Gesamtsumme der eingebetteten CO₂-Emissionen Ihrer Importe — diese bestimmt die tatsächliche finanzielle Belastung.

Noch Fragen? Wir helfen gerne.

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CBAM ist seit 1. Januar 2026 verpflichtend.

Von Zollexperten entwickelt